Newsletter 07/2026

In den letzten Wochen hat sich bei uns wieder viel getan! Im Juli-Newsletter nehmen wir euch mit in aktuelle Projekte und Themen aus unserer Arbeit bei der SDuJ: Wir blicken auf die Besuche des KolLEktivs beim Migrantinnen- und Migrantenbeirat und im Radio, auf unser Rikscha-Projekt „Zusammen unterwegs“, erinnern an den 1. Juli als Tag gegen antimuslimischen Rassismus, stellen die INSIGHTS vom Bündnis gegen antimuslimischen Rassismus in Sachsen vor und informieren über die Workshops an Schulen gegen antimuslimischen Rassismus, die gebucht werden können.

Rückblicke


Updates vom KolLEktiv: Besuch beim Migrant:innenbeirat und bei mephisto 97.6

Am 23. April wurde das „KolLEktiv – Treffpunkt für Engagement und Begegnung“ im Neuen Rathaus Leipzig zum ersten Mal vor dem Migrantinnen- und Migrantenbeirat der Stadt Leipzig vorgestellt. Das war für uns etwas Besonderes, da die Idee des Projekts ursprünglich aus Impulsen des Beirates und engagierter Migrant:innenorganisationen Leipzigs entstand. Umso mehr hat es uns gefreut, dass es so viele interessierte Fragen an das KolLEktiv gab, insbesondere von denjenigen Beiratsmitgliedern, die das Projekt noch nicht kannten. Wir danken dem Migrantinnen- und Migrantenbeirat herzlich für die Möglichkeit, das KolLEktiv im Rahmen einer seiner Sitzungen vorzustellen! 

Außerdem war das KolLEktiv am 19. Mai im Radio zu hören! Unsere Projektleitung Merve Neziroğlu war zu Gast in der Live-Sendung von mephisto 97.6, dem Lokal- und Ausbildungsradio der Universität Leipzig. Neben Nachfragen zu den konkreten Projektvorhaben beantwortete Merve auch die Frage, was ihr als Leitung an ihrer Arbeit am besten gefällt. Ihre Antwort: Motivierte, engagierte Menschen kennenzulernen. Für das KolLEktiv war der Besuch bei mephisto 97.6 eine wunderbare Chance, einer breiteren Öffentlichkeit vom Projekt und seinen Besonderheiten zu erzählen. Danke, dass wir bei euch sein und uns vorstellen durften!


Was das KolLEktiv in den letzten Wochen sonst gemacht hat, könnt ihr auf der Projektwebsite nachlesen oder auf Instagram mitverfolgen.

1. Juli – Tag gegen antimuslimischen Rassismus

Der 1. Juli ist der bundesweite Tag gegen antimuslimischen Rassismus. Er erinnert an die Ermordung von Marwa El-Sherbini, einer schwangeren Pharmazeutin, die am 01.07.2009 während einer Gerichtsverhandlung in Dresden von dem Angeklagten aus antimuslimischen und rassistischen Motiven getötet wurde. Der Fall machte deutlich, wie unzureichend Betroffene selbst in staatlichen Einrichtungen vor rassistischer Gewalt geschützt sind und löste eine breite Debatte über institutionelle Handlungsmuster und den Umgang mit antimuslimischem Rassismus aus.
Marwa El-Sherbinis Schicksal steht bis heute symbolisch für die tödlichen Folgen von Menschenfeindlichkeit und Hass. Es mahnt uns, jeden Ort für alle sicher zu gestalten. Denn Antimuslimischer Rassismus zeigt sich nicht nur in körperlicher Gewalt. Er begegnet Menschen auch im Alltag - durch Ausgrenzung, Benachteiligung, Hassrede oder antimuslimischen Zuschreibungen in Schulen, auf dem Arbeitsmarkt, dem Wohnungsmarkt, überall in der Gesellschaft.

Der 1. Juli erinnert uns daran, dass Demokratie von Menschen lebt, die Verantwortung übernehmen, Haltung zeigen und sich aktiv gegen rassistische Trennlinien einsetzen. Gemeinsam schaffen wir eine Gesellschaft, in der Respekt, Menschenwürde und gleiche Rechte für alle gelten.

Einblicke


„Zusammen unterwegs“:
Mit der Rikscha gegen Einsamkeit – unterstütze uns jetzt!

Mit unserem Projekt „Zusammen unterwegs“ möchten wir in Erfurt einen weiteren Standort der internationalen Initiative „Radeln ohne Alter“ aufbauen und Menschen durch gemeinsame Rikschafahrten miteinander verbinden. Die Idee: Ehrenamtliche Fahrer:innen (Pilot:innen) fahren Senior:innen mit der Rikscha durch die Erfurter Nachbarschaften, in den Park oder zu kleinen Ausflugszielen. So können schöne Gespräche und neue Kontakte entstehen. Durch den Aufbau fester Partnerschaften zwischen den Senior:innen und Pilot:innen hoffen wir, Begegnung zu fördern und dabei zu helfen, Einsamkeit zu verringern, denn die Fahrten schaffen Nähe, verhelfen Senior:innen zu mehr gesellschaftlicher Teilhabe und sorgen für mehr Austausch zwischen Generationen.
 

Damit wir starten können, fehlt uns "nur" noch die Rikscha - dafür brauchen wir deine Unterstützung! Hilf uns mit deiner Spende, die Rikscha auf Erfurts Straßen zu bringen. ♥


Hier geht’s zum Gooding-Spendenlink:
https://www.gooding.de/zusammen-unterwegs-142528

Mehr Informationen über „Zusammen unterwegs“ findet ihr auf der SDuJ-Website:
https://www.soziale-dienste-jugendhilfe.de/zusammen-unterwegs/

Einblicke in sächsische Landkreise: INSIGHTS des Bündnisses gegen antimuslimischen Rassismus in Sachsen

Das Team des Bündnisses gegen antimuslimischen Rassismus in Sachsen besucht seit diesem Jahr nach und nach alle Landkreise in Sachsen – entweder anlassbezogen oder um Projekte und Akteur:innen zu treffen. Darüber berichtet es in monatlichen Einblicken. Ziel ist es, lokale Informationen, Einsichten, Ideen und Kontakte für alle Beteiligten und Außenstehende nutzbar zu machen. Zugleich zeigen die Einblicke nach und nach das Netzwerk, das es in Sachsen bereits gibt und das es geben könnte.


Im aktuellen INSIGHT #4 geht es um die Arbeit des Projekts NSU Watch, das den aktuell in Dresden laufenden zweiten Prozess im Komplex des sogenannten Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) kritisch begleitet und dokumentiert.


Alle bisher erschienenen INSIGHTS findest du hier:

https://www.sachsen-gegen-amr.de/insights/

Bildung für Toleranz: Workshops an Schulen gegen antimuslimischen Rassismus weiterhin kostenfrei buchbar!

Unser neues Projekt Bildung für Toleranz, das seit Oktober 2025 läuft, konnte in den vergangenen Wochen erste Erfolge verzeichnen: Wir haben zehn Workshops an Schulen in Grimma, Dresden und Leipzig durchgeführt. Die positive Resonanz von Schüler:innen und Lehrkräften zeigt uns, wie wichtig die Auseinandersetzung mit antimuslimischem Rassismus im schulischen Kontext ist. Gleichzeitig haben die Rückmeldungen der Teilnehmenden dazu beigetragen, das Workshopkonzept weiterzuentwickeln und noch besser an die Bedarfe von Schulen und Jugendlichen anzupassen.


Schulen in Sachsen können das Angebot weiterhin unkompliziert und kostenfrei in Anspruch nehmen. Ziel der Workshops ist es, antimuslimischen Rassismus sichtbar zu machen, Raum für Dialog und Reflexion zu schaffen sowie Jugendliche für diskriminierende Strukturen und Erfahrungen zu sensibilisieren. Das Angebot richtet sich an alle Schulformen ab der 8. Klassenstufe.


Bei Interesse am Projekt, Fragen zu den Inhalten oder zur Umsetzung an Ihrer Schule freuen wir uns über Ihre Kontaktaufnahme per E-Mail an jungmann[at]soziale-dienste-jugendhilfe.de.

Ansprechpartnerin ist die Projektleiterin Annika Jungmann.

Soziale Dienste und Jugendhilfe gGmbH

Prager Straße 60, 04317 Leipzig

Diese E-Mail wurde an leipzig@wirsindpaten.de gesendet.

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