Leipzig: Vielfalt bestimmt

Es gibt Menschen in dieser Stadt oder in diesem Land, die kaum Mitspracherecht haben. Menschen mit einer bewegten

Doch um endgültig in Deutschland anzukommen, müssen sie am gesellschaftlichen Leben partizipieren und das eben auch politisch. Diese politische Partizipation zu fördern war das Ziel unseres Projektes Leipzig:

In zwei Projektrunden, die zweite nur für Frauen, hatten Migrant:innen die Möglichkeit mehr über die Leipziger Kommunalpolitik zu lernen und ihre Stimme einzubringen. Beide Runden waren vom Inhalt identisch: Es gab ein Kennenlerntreffen für die Teilnehmer:innen, bei dem sie auch erste Einblicke in die Kommunalpolitik bekamen. Um das Ganze auch praktisch greifbar zu machen, ging es beim nächsten Treffen in den Stadtrat in Leipzig. Hier hatten die Teilnehmer:innen die Möglichkeit mit einem Stadtratsmitglied ins Gespräch zu kommen und all ihre Fragen zu stellen. Rege Diskussionen gab es dann im Kontext des Demokratiespiels QUARARO und am darauffolgenden Tag, als sich die Teilnehmer:innen mit einem Mitglied des Migrantenbeirats der Stadt Leipzig trafen und gemeinsame Positionen formulierten und eine Vertreter:in wählten.

Die zwei gewählten Vertreter:innen hatten die Möglichkeit in der abschließenden Podiumsdiskussion mit Leipziger Kommunalpolitiker:innen in Austausch zu treten und für die gemeinsamen Positionen der Teilnehmer:innen einzustehen.

Das die Frage gar nicht so einfach zu beantworten ist, machte das Zitat eines Projektteilnehmers deutlich, der gleich zu Beginn sagte: „Wir haben in Diktaturen gelebt, die Demokratie müssen wir erst lernen.“ Und genau dazu trug die Diskussion bei, denn es gab einen lebhaften Austausch auf dem Podium und auch zwischen Podium und Gästen. Ein paar Schlaglichter:

„Ist Leipzig ein Ort der Vielfalt und wird das auch geschätzt?“

Prof. Dr. Fabians Antwort lautete Ja. Leipzig ist ein Ort der Vielfalt und wird es auch weiterhin sein, denn hier sind Menschen mit unterschiedlichen Lebensentwürfen willkommen. Doch er stellt auch klar, dass Vielfalt nicht automatisch gesellschaftliche und politische Teilhabe bedeutet und hier noch einiges getan werden muss.

Den nötigen Verbesserungsbedarf unterstrich auch die Projektteilnehmerin auf dem Podium als sie feststellte: „Wir Migranten:innen fühlen uns oft nicht gefragt“.  Weiter sagte sie, dass es zwei Seiten in der Gesellschaft gibt. Auf der einen die Deutschen, die ein aktives Mitspracherecht haben und auf der anderen die Migrant:innen, die dieses Mitspracherecht eben nicht haben. Doch gesellschaftliche Vielfalt benötigt eben gleiche Mitspracherechte für alle.

„Wie kann gesellschaftlicher Zusammenhalt gewährleistet werden?“

Hier stellte Herr Prof. Dr. Fabian klar, dass es ein permanenter Prozess ist, bei dem eines klar sein muss: Der Zusammenhalt aller basiert auf Vertrauen. Doch Vertrauen wird oftmals leider auch von Vorurteilen überlagert und diese können nur durch aktive Kommunikation beseitigt werden.

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