Mit dem Projekt Bildung für Toleranz setzt die Soziale Dienste und Jugendhilfe gGmbH ein Zeichen für rassismuskritische Lernräume und ein respektvolles Miteinander. Ziel des Bildungsangebots ist es, Jugendliche in Sachsen für antimuslimischen Rassismus zu sensibilisieren, gemeinsam stereotypes Denken aufzudecken und ein faires Miteinander im Schulalltag zu stärken.
In einer Zeit, in der Polarisierung, verkürzte Debatten und diskriminierende Narrative zunehmend den öffentlichen Diskurs prägen, wächst der Druck auf Schulen als zentrale Orte demokratischer Bildung. Sie sind gefordert, jungen Menschen Orientierung zu geben, Ambiguität auszuhalten und einen reflektierten Umgang mit Vielfalt und potenzieller Benachteiligung zu entwickeln. Genau hier setzt Bildung für Toleranz an. In Workshops ab der Klassenstufe 8 setzen sich Schüler:innen praxisnah mit eigenen Denkmustern auseinander, erarbeiten fundiertes Wissen zu Erscheinungsformen und Wirkmechanismen von antimuslimischem Rassismus und entwickeln konkrete Handlungsstrategien.
Die ersten zehn Workshops fanden erfolgreich in Grimma, Dresden und Leipzig statt. Die positive Resonanz von Schüler:innen und Lehrkräften zeigt, wie wichtig die Auseinandersetzung mit antimuslimischem Rassismus im schulischen Kontext ist. Gleichzeitig haben die Rückmeldungen der Teilnehmenden dazu beigetragen, die Workshopkonzepte weiterzuentwickeln und noch besser an die Bedarfe von Schulen und Jugendlichen anzupassen.
„Ein äußerst gelungener Workshop! Die anschaulichen Materialien, die wertschätzende und schülernahe Kommunikation sowie die aktivierenden Methoden haben unsere Schülerinnen und Schüler nachhaltig erreicht und zum reflektierten Austausch angeregt.“, berichtet ein Lehrer der Gerda-Taro-Schule in Leipzig.
Weitere Workshops sind bereits geplant. Schulen in Sachsen können das Angebot unkompliziert und kostenfrei in Anspruch nehmen.
Bei Interesse an dem Projekt, Fragen zu den Inhalten oder zur Umsetzung an Ihrer Schule können Sie uns gerne per E-Mail unter jungmann[at]soziale-dienste-jugendhilfe.de kontaktieren. Ihre Ansprechperson ist die Projektleitung Annika Jungmann.
Leipzig 03.07.2026